um 3000 v. Chr. Jungsteinzeit: Rituelle Operationen, Geburtshilfe, Trepanationen (operative Öffnung der Schädelhöhle zur Vornahme chirurgischer Eingriffe), Dämonenbeschwörung.
2800 v. Chr. Ältestes Chirurgiebuch Papyrus Smith und andere Papyri (Ägypten).
Durch eine Inschrift, die während der 5. Dynastie (2470-2320 v. Chr.) entstanden ist, ist überliefert, dass Ärzte in Ägypten damals schon über Papyri fachwissenschaftlichen Inhalts verfügt haben müssen.
1700 v. Chr. Codex Hammurapi mit Falldarstellungen und Gebührenordnung (Mesopotamien).
Bei dem Codex Hammurapi handelt es sich um die älteste erhaltene Gesetzessammlung der Alten Welt, die je gefunden wurde. Er befindet sich auf einem 2,25 Meter hohen schwarzen Basaltsein. Er ist heute im Louvre in Paris zu besichtigen.
1900 v. Chr. Weitere Chirurgiebücher aus Ägypten, in der Sammlung des British Museum befinden sich einige medizinische Papyri aus der Zeit von 1900 bis 1200, häufig fehlt der Anfang und das Ende des Papyrus.
ab 1500 v. Chr. In den heiligen Büchern der Veden (Caraka Samhita, Astanga Hrudayam) wird Ayurveda erklärt.
500 v. Chr. Akupunktur als Diagnose- und Therapiemethode (China). Wird heute ebenfalls noch eingesetzt.
400 v. Chr. Begründung der Medizin, Aufbau einer Krankheitslehre (Hippokrates von Kós, geboren um 460 v. Chr., gestorben um 375 v. Chr.).
Hippokrates war der berühmteste Arzt des Altertums und ein Zeitgenosse Platons. Ihm wird auch der Eid des Hippokrates zugeschrieben. Ich schwöre bei Apollon dem Arzt, Asklepios und Hygeia und Panakeia und rufe alle Götter und Göttinnen zu Zeugen auf, dass ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde“
Grundlagen der Diätetik und Hygiene (Diokles von Karystos, 418-345, Schüler des Aristoteles, Anhänger des Hippokrates).
Diokles von Karystos berichtete in seinen Werken über Hygiene, Heilkräuter, anatomische Untersuchungen und über die Chirurgie.
200v. Chr. Patanjali: Yoga Sutras
um Chr. Geburt. Aulus Cornelius Celsus schreibt in seiner Enzyklopädie ein Buch De medizina.
50n. Chr. Hermes Trismegistos: Corpus Hermeticum
100 n. Chr. In der Regierungszeit Trajans (98-117 n. Chr.) wirkte der griechische Arzt Soranus von Ephesus. Seine Schriften geben einen guten Einblick in die Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Von Rufus von Ephesus sind Schriften über Nieren- und Blasenleiden aus dieser Zeit bekannt.
150 System der gesamten Medizin durch Claudius Gelenus (Galen), geboren 119/120 gestorben 199. Römischer Arzt griechischer Herkunft. Galen ist neben Hippokrates der bedeutendste Arzt der Antike. Er schuf ein umfassendes System der Medizin, das mehrere Jahrhundert die Heilkunde beherrschte. Er hatte auch erkannt, dass Hygiene der Krankheitsverhütung dient.
Galen wurde bereits mit 35 Jahren wegen seiner diagnostischen Fähigkeiten an den kaiserlichen Hof berufen.
788 Shri Shankaracharya: philosophischer Begründer der Advaita
1000 Avicenna, arabisch Ibn Sina, geboren um 980, gestorben 1037 in Hamadan, persischer Philosoph und Arzt. Avicenna entwickelte drei große philosophische werke den Aristotelismus. Sein medizinisches Handbuch Kanon der Medizin (Canon medicinae) war 700 Jahre lang bis zum Beginn moderner Medizin eine unbestrittene Autorität.
1150 Entwurf einer Natur- und Heilkunde Causae et curae (Hildegard von Bingen)
1250 Ausbau der scholastischen Heilkunde (Arnaldus von Villanova)
ab 1348 Auftreten und Ausbreitung der Pest
1350 Begründung der abendländischen Chirurgie (Guy de Chauliac, gestorben 1368)
1356 Goldene Bulle beinhaltete erste Regelungen im öffentlichen Gesundheitswesen.
ab 1496 Epidemische Verbreitung der Syphilis
1500 Shiva Samhita
1500 Entwurf einer umfassenden Heilkunst und Lebenskunde (Paracelsus, 1493-1541)
1543 Begründung einer neuzeitlichen Anatomie Fabrica, (Andreas Vesalius, 1515-1564)
1628 Entdeckung des Blutkreislaufes De motu cordis (William Harvey, 1578-1657)
1665 Beschreibung des Kapillarkreislaufs (Marcello Malpighi, 1628-1694)
1750 Systematik der Physiologie und Pathologie (Albrecht von Haller, 1708-1777)
1761 Begründung der modernen pathologischen Anatomie (Giovanni Battista Morgagni, 1682-1771)
1775 Mesmerismus oder animalischer Magnetismus von Franz Anton Mesmer
1779 Grundlegung der Hygiene System einer vollständigen medizinischen Polizei (Johann Peter Frank, 1745-1821)
1796 Erste erfolgreiche Impfung gegen Pocken (Edward Jenner, 1749-1823)
1800 Begründung der allgemeinen Gewebelehre (Xavier Bichat, 1771-1802)
1828 Andew Taylor Sill: Begründer der Osteopathie
1838/39 Begründung der Lehre von den Zellen (Matthias Jakob Schleiden, Theodor Schwann)
1874 erste osteopathische Schule in Kirksville/USA durch A.T.Still
1895 erste chiropraktische Schule  durch D.D.Palmer

 

 

 

 

Bedeutung der Diätetik In der Heilkunde
Diätetik stammt von dem griechischen Wort "dialta", das Lebensweise bedeutet. Es beinhaltet die    Regelung der Lebensordnung, der Grundbedürfnisse des Menschen.
Was wir heute unter Diät verstehen, umfaßt nur einen kleinen Bereich der Diätetik.
Laut der Formulierung im "Corpus Hippokratikum" handelt es sich um folgende elementare Lebensbedingungen:

  1. 1. Licht und Luft
    2. Speise und Trank
    3. Arbeit und Ruhe
    4. Schlaf und Wachen
    5. Ausscheidungen und Absonderungen
    6. Anregung des Gemütes, psychisches Gleichgewicht.

Bis ins 19 Jhd. zählte die Diätetik zu den wichtigsten Traditionen ärztlichen Tuns, die auch die Grundlinien jeder pflegerischen Tätigkeit am Kranken beinhaltet.  Sie war nicht nur da um Krankheiten zu beseitigen, sondern auch zur Prävention.
Unter dem Begriff Diätetik gehörten Vorschriften über die Kleidung, das Lager, Ernährung, über Körperbewegung und Bäder, über Leibesübungen und Redeübungen.  Aber auch Maßnahmen zur Entleerung verdorbener Säfte wie Brech- und Abführmittel, Aderlaß und Schröpfen.
Das Wichtigste und Besondere daran ist, daß es eine individuelle, auf den jeweiligen Kranken zugeschnittene Anwendung war.

Andew Taylor Sill

Begründer der Osteopathie